Aktuelles

13,5 Meter hohes Mural schmückt VHS-Fassade

News 13,5 Meter hohes Mural schmückt VHS-Fassade

Frankfurt und Philadelphia feiern Städtepartnerschaft mit riesigem Wandgemälde

Ein vier Stockwerke hoher Regenschirm, dessen abgebrochener Griff das zentrale Motiv eines zweiten Kunstwerks im Inneren des Gebäudes bildet. Dazu je eine Silbe des Wortes "Freiheit". Das Städtepartnerschafts-Mural "Frei/heit – Free\dom: Frankfurt – Philadelphia" ist ein Plädoyer für Demokratie und Meinungsfreiheit.

Am Mittwoch, 30. September 2026, haben Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürgeri:innen, Digitales und Internationales, und Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, das zweiteilige Kunstwerk offiziell eingeweiht. An der Zeremonie auf dem Innenhof der VHS-Zentrale in der Sonnemannstraße 13 nahmen das US-Generalkonsulat, vertreten durch den stellvertretenden Generalkonsul John Degory, die Stadt Philadelphia, vertreten durch Hayley Boyle aus Philadelphia, sowie die Volkshochschule (VHS), vertreten durch Verwaltungsleiterin Antje von Lipinski-Riechmann, teil.

Konzept mit Jugendlichen entwickelt

Das Wandgemälde würdigt die Partnerschaft der beiden Städte, die im Jahr 2025 ihr zehnjähriges Jubiläum feierte. Für das Design des Städtepartnerschafts-Murals zeichnen sich die Künstler Case Maclaim und Joseph Iacona verantwortlich. Der international bekannte Graffiti-Künstler Maclaim lebt in Frankfurt, Iacona hat sich als Künstler und Kunstpädagoge in Philadelphia einen Namen gemacht.

Gemeinsam mit Jugendlichen aus beiden Städten entwickelten sie im Rahmen eines Workshops ein Konzept, das Bezug auf den zerbrochenen Schirm der Frankfurterin Henriette Zobel nimmt. Die aufrechte Demokratin geriet 1848 zufällig in Ausschreitungen und wurde in einem Schauprozess zu 16 Jahren Zuchthaus verurteilt. Angeblich habe sie mit ihrem Schirm versucht, den von den Protestierenden gehassten General von Auerswald zu töten. Der Workshop wurde von der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte gefördert.

Komm vorbei und sieh es dir an – es lohnt sich!

Das Städtepartnerschafts-Mural "Frei/heit – Free\dom: Frankfurt – Philadelphia" besteht aus zwei Teilen, die abhängig vom Blickwinkel miteinander korrespondieren, aber jeweils auch für sich stehen.
Das erste Motiv an der dem Hof zugewandten Außenfassade der VHS-Zentrale im Ostend zeigt auf einer Fläche von 13,5 Meter auf 9 Meter den zerbrochenen Schirm der Frankfurterin Henriette Zobel, ergänzt um den Wortbestandteil "heit" sowie weitere Textfragmente. Der Schirm ist nur bis zum Ende des Schaftes abgebildet, sodass die Bruchstelle nicht zu sehen ist.
Das zweite Bildelement befindet sich im zweiten Stock des Gebäudeinneren auf einer Fläche von 6,5 Meter auf 2,25 Meter. Zentrales Motiv sind der abgebrochene Griff sowie der Wortbestandteil "Frei". Durch die sich an das Graffiti zur linken Seite anschließende Fensterfront mit Blick auf den Hof können beide Motive von hier aus gleichzeitig betrachtet werden.

 

Impressionen

Impressionen vom Mural an der VHSLinks: Hayley Boyle (World Affairs Center), die Künstler Joseph Iacona und Case, die Stadträtinnen Eileen O‘Sullivan und Sylvia Weber sowie John Degory, stv. US-Generalkonsul
Rechts: Case und Joseph Iacona im Gespräch mit Schüler:innen

Impressionen vom Mural an der VHSDer Künstler Joseph Iacona bei der Ausarbeitung des Murals

Impressionen vom Mural an der VHS und EröffnungsredeLinks: Blick auf das Mural an der VHS-Außenfassade in der Sonnemannstraße
Rechts: Bildungsdezernentin Sylvia Weber bei ihrer Eröffnungsrede

Impressionen vom Mural an der VHSngsredeWorkshop-Teilnehmer:innen schauen sich das zweite Gemälde im Wartebereich der VHS an

Bilder: Copyright Stadt Frankfurt am Main, Foto: Alex Kraus