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2. Fachtagung zum Thema Hochbegabung 2016

Montag, 12. Dezember 2016
News 2. Fachtagung zum Thema Hochbegabung 2016

Rückblick auf die Fachtagung Hochbegabung im 21. Jahrhundert „Heterogenität – das Kapital der Zukunft!“ am 19. November 2016 in Frankfurt am Main

Wir freuen uns sehr darüber, dass auch das zweite Symposium sich einer Vielzahl von Besuchern erfreute. Über 230 Interessierte verfolgten mit großer Aufmerksamkeit die Fachvorträge die von Prof. Dr. Detlef Rost, Leiter der Begabungsdiagnostischen Beratungsstelle „BRAIN“ an der Universität Marburg, Prof. Dr. Franzis Preckel, Abteilung Hochbegabtenforschung und -förderung, Fachbereich Psychologie der Universität Trier und Ministerialrat Walter Diehl, der das Referat für Hochbegabtenförderung am Hessischen Kultusministerium leitet, gehalten wurden.

Dass es hochbegabte Underachiever gibt, ist mittlerweile nicht mehr strittig, aber nicht jedes Kind das schlechte Noten nach Hause bringt ist hochbegabt. Prof. Rost plädierte dafür, dass man genau hinschauen müsse und sich nicht durch Schlagworte blenden lassen sollte. In unserem Sprachgebrauch spricht man gerne auch von „Minderleistern“, besser wäre es von „erwartungswidrig schlechten Schulleistungen zu sprechen. Underachievement liegt nämlich dann vor, wenn eine relevante Diskrepanz zwischen der gemessenen intellektuellen Kompetenz, den damit zu erwartenden schulischen Leistungen und der gezeigten Performanz (schulische Noten), vorliegt. Rost betont, dass es nicht „den Underachiever“ gibt, vielmehr sei es immer ein individuelles Schicksal und Umfeld eines Kindes, das mit betrachtet werden müsse.

Prof. Preckel betonte in ihrem Vortrag, dass jedes Kind hat das Recht auf Förderung habe und das es mittlerweile gesicherte Erhebungen gibt, dass Hochbegabtenförderung funktioniert
Nicht vergessen dürfe man aber, dass Exzellenz Übung erfordere und das kontinuierlich in der Schwierigkeit zunehmende Zielsetzungen und Reflexion des eigenen Fortschritts, eine gute Förderung ausmache. Eine sinnvolle Förderung funktioniere nach dem Prinzip der Passung, denn hochbegabte Kinder seien auch keine homogene Gruppe und keine Fördermaßnahme sei für alle Hochbegabten gleichermaßen geeignet. Wichtig sei, dass die gewählten Maßnahmen nicht nur zur Person, sondern auch zur Schule/Familie etc. passen müssen.

Meet the experts

Was in Vorträgen so scheinbar mühelos und logisch daherkommt, stellt viele Pädagoginnen und Pädagogen im Alltag vor große Probleme, mit denen auch die Eltern hochbegabten Kinder zu kämpfen haben. So lässt sich auch erklären, dass der letzte Punkt der Veranstaltung „Meet the experts“, Experten zum Thema Hochbegabung stellten ihre Spezifika vor und standen für Fragen zur Verfügung, von den Teilnehmenden gut angenommen wurde.

Die Eröffnungsreden hielten Ministerialrat Walter Diehl, der das Referat für Hochbegabten-förderung am Hessischen Kultusministerium leitet, Truda Ann Smith Direktorin der Frankfurter Volkshochschule, sowie Claus Wirth, Leiter des Frankfurter Goethe-Gymnasiums. Durch das Programm führten Petra Laubenstein, pädagogische Leiterin des Hochbegabtenzentrums, Dr. Marco Paukert, Schulpsychologe am Staatlichen Schulamt Offenbach, sowie Philipp Senft, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität Frankfurt.

Hochbegabtenzentrum der Volkshochschule Frankfurt a.M.
hochbegabtenzentrum.vhs@stadt-frankfurt.de