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Frauen in Bewegung. 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Freitag, 2. November 2018
News Frauen in Bewegung. 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Ein Geschichtsjubiläum mit Blick auf aktuelle Debatten

Seit dem 12. November 1918 ist in Deutschland das Frauenwahlrecht gesetzlich verankert. Das 100jährige Jubiläum gibt uns Anlass, über Frauenrechte und die Situation der Frau in der Gesellschaft heute nachzudenken. In vier thematisch unterschiedlich ausgerichteten Veranstaltungen werden verschiedene Fragestellungen vertieft vor der Frage, wo wir frauenrechtlich heute stehen und was wir voneinander lernen können.

„Heraus mit dem Frauenwahlrecht“

100 Jahre ist es gerade mal her, dass Frauen den politischen Zugang erhalten haben. Am 12. November 1918 wurde in Deutschland das Frauenwahlrecht gesetzlich verankert. Am ersten Wahltag, im Januar 1919, dann von einer überwältigenden Mehrheit angenommen. 82 Prozent der wahlberechtigten Frauen gaben ihre Stimme ab und 37 weibliche Abgeordnete zogen ins Parlament ein.

Der Kampf um staatsbürgerliche Gleichstellung dauerte Jahrzehnte. Von den Parteien in Deutschland standen dabei lediglich die Sozialdemokraten an der Seite der Frauenverbände. Viele Frauen kämpften in vielen Ländern dafür, einige verloren dabei auch ihr Leben. In einem Spaziergang durch die Frankfurter Altstadt werden wir „Frankfurterinnen“ und Frauen, die in Frankfurt gewirkt haben, kennenlernen.

Mo, 12. Nov. 2018, 16.30 - 18.00 Uhr
Treffpunkt: Domvorhalle, Domplatz 1
Anmeldung unter 0208-65, € 8

Suffragette – Taten statt Worte (OmU)

Film von Sarah Gavron, GB 2014, 106 min.

1903 gründete Emmeline Pankhurst in Großbritannien die "Women's Social and Political Union", eine bürgerliche Frauenbewegung, die in den folgenden Jahren sowohl durch passiven Widerstand, als auch öffentliche Proteste bis hin zu Hungerstreiks auf sich aufmerksam machte. Neben dem Wahlrecht kämpften die Frauen für die allgemeine geschlechtliche Gleichstellung. Viele der sogenannten "Suffragetten" waren gezwungen, in den Untergrund zu gehen. In ihrer Radikalisierung riskierten sie alles - ihre Jobs, ihre Kinder und ihr Leben.

Mi, 14. Nov. 2018, 18.30 Uhr
Filmforum Höchst, € 7

Hedwig Dohm - 100 Jahre Frauenwahlrecht

Menschenrechte haben kein Geschlecht, so steht es auf der Gedenktafel an Hedwig Dohms Wohnhaus in Berlin. Die Feministin, Schriftstellerin und Publizistin forderte bereits 1873 das Stimmrecht für Frauen und ihre rechtliche, ökonomische sowie gesellschaftliche Gleichstellung. "Glaube nicht, es muss so sein, weil es nie anders war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten!" Hedwig Dohms Gehirn war keineswegs steril. 50 Jahre lang hat sie für eine gerechtere Welt, vor allem für Frauen, geschrieben. Ihre Texte wirken nach über 100 Jahren noch immer frisch und unverbraucht, während die ihrer Gegner inzwischen nur noch Kopfschütteln hervorrufen. Vieles, was sie gefordert hat, ist heute so selbstverständlich, dass wir vergessen haben, wie hart es erkämpft wurde.

Mi, 14. Nov. 2018, 19.00 - 21.15 Uhr
VHS Sonnemannstraße
Anmeldung unter 1802-69, entgeltfrei

100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Frauenbewegungen und Feminismus gibt es nicht erst seit dem 20. Jahrhundert. Frauenbewegungen kennen wir schon seit der Aufklärung zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Als politische Bewegung für Emanzipation und Gleichberechtigung entstand dann im frühen 19. Jahrhundert der Begriff des Feminismus. An diesem Abend wollen wir einen Blick auf die letzten 100 Jahre wagen: Von der Weimarer Republik über 1968 bis heute. Drei Referentinnen erzählen über die mutigen Frauen, die das Wahlrecht ermöglichten, über die 68‘ Frauenbewegung und darüber, was Frauen heute bewegt.

Nach drei kurzen Impulsvorträgen und einer Diskussionsrunde wird es Zeit und Raum geben, um im Rahmen von Tischgesprächen verschiedene Fragestellungen persönlich zu vertiefen und zu fragen, wo wir frauenrechtlich heute stehen und was wir voneinander lernen können.

Die Vorträge:

  • „Bis zum Wahlrecht…. Und dann?“, Christiana Klose, Erziehungswissenschaftlerin, aktiv in der Frauenbewegung
  • „Die 68er Frauenbewegung“, Mechtild M. Jansen, Erziehungswissenschaftlerin, aktiv in der Frauenbewegung
  • „Frauenbewegte Zeiten heute“, Linda Kagerbauer, Frauenreferat der Stadt Frankfurt

Moderation: Jutta Eisert, Abteilungsleiterin im Caritasverband Frankfurt e.V., Referat Migration

Do, 15. Nov. 2018, 18.00 - 21.00 Uhr
VHS-Zentrum Nord (Nordwestzentrum)
Anmeldung unter 0700-02, € 5
In Kooperation mit dem Caritasverband Frankfurt e.V., Referat Migration

IMG_0631_300px.jpgAnlässlich des Jubiläums sind im VHS-Zentrum Nord derzeit zwei überlebensgroße Porträts von Protagonistinnen der ersten Frauenbewegung ausgestellt: Meta Quarck-Hammerschlag, Sozialpolitikerin und 1919 die erste Politikerin im Frankfurter Magistrat, und Antonie Pfülf, die als eine der ersten weiblichen Abgeordneten in der verfassungsgebenden Nationalversammlung von Weimar sich für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit von Mädchen und Jungen einsetzte.

Die beiden Porträts sind Teil einer insgesamt aus 49 Frauenporträts bestehenden Kampagne des Frankfurter Frauenreferats. Alle Porträts waren im März im Kaisersaal des Frankfurter Römer ausgestellt gewesen. Weitere Infos auf der Kampagnenhomepage www.frauen-macht-politik-ffm.de