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Freifläche – Platz für Gedanken: Was die Welt verwandelt

Dienstag, 7. November 2017
News Freifläche – Platz für Gedanken: Was die Welt verwandelt

Diskutieren Sie mit! Vorträge und Tischgespräche am 17. November 2017 in der VHS Sonnemannstraße 13

Was die Welt verwandelt – Meilensteine gesellschaftlicher Veränderung

Reformation und Oktoberrevolution sind historische Großereignisse, derer wir dieses Jahr gedenken. Sie haben Veränderungen angestoßen, die bis heute von Belang sind. Wir nehmen sie zum Anlass, uns mit der Systematik von Gesellschaftsumbrüchen zu befassen und zu fragen, unter welchen Bedingungen gesellschaftliche Ordnungen ins Wanken geraten können.

Die Menschheitsgeschichte ist geprägt von Umbrüchen, die alte Strukturen hinwegfegten und neue entstehen ließen. Klassische politische Revolutionen veränderten Herrschafts- und Wirtschaftssysteme und die Sozialordnungen von Staaten. Andere Veränderungen verliefen eher evolutionär und bezogen sich auf andere Parameter.

Wie verlaufen gesellschaftliche Umbrüche? Was sind ihre Voraussetzungen und an welchen Themen entzünden sie sich? Dienen sie immer dem Fortschritt oder sind sie rückwärtsgewandte Ausgleichsbewegungen? Dass revolutionäre Umbrüche auch friedlich verlaufen können, wissen wir seit 1989 aus eigener Erfahrung. Hat der Fall der Mauer unsere Demokratie gestärkt und eine fortschrittliche Entwicklung in Gang gesetzt? Gerne wollen wir das glauben. Es stellt sich jedoch die Frage, warum auch bei uns eine populistische Rechte, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz, Gewalt und Extremismus unterschiedlichster Couleur zu beobachten sind. Haben wir nach dem Fall der Mauer vielleicht eine Chance für einen Umbruch versäumt?

Nicht zufällig empfinden heute breite Bevölkerungsgruppen ein gewisses Unbehagen gegenüber der Demokratie. Für viele wurde angesichts drängender Probleme immer nur „nachgebessert“. Für viele Menschen (nicht nur in Deutschland) ist es zunehmend relevant, über stärkere Veränderungen nachzudenken. Egoismus und autokratische Politik werden salonfähig und für notwendig erachtet. Woher kommt der Zorn auf eine Regierungsform, die eigentlich über jeden Zweifel erhaben sein sollte? In einem Land, das reicher und begünstigter auf dieser Welt kaum sein könnte ... Brauchen wir eine „neue Revolution“, um für die Anforderungen der Zukunft gewappnet zu sein? Ist auf sozialstaatliches Handeln und demokratische Strukturen auch in Krisen Verlass?

Diskutieren Sie mit!

Freitag, 17. November 2017, 18 bis 22 Uhr
Volkshochschule Frankfurt, Sonnemannstr. 13, 60314 Frankfurt a.M.
Eintritt frei. Getränke und Snacks im Foyer.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bitte melden Sie sich unter der Kursnummer 0001-04 an.

Programm

18.15 Uhr: Einführungsvortrag „Bedingungen revolutionärer Zeiten“

Dr. Julia Schulze Wessel, Vertretungsprofessur für Politische Theorie an der Universität Leipzig

19.15 Uhr: Tischgespräche „Formen gesellschaftlicher Umbrüche“
  • Reformation
    Referent: Sven Lichtenecker, Bibelhaus Frankfurt
  • Oktoberrevolution
    Referent: Wulf-Diethard Kisling, Referent des Studium Generale, VHS Frankfurt
  • Mauerfall 1989
    Referentin: Jutta Fleck, Hessische Landeszentrale für politische Bildung
  • Emanzipation
    Referentin: Dr. Sabine Flick, Lehrstuhl Soziologie (Schwerpunkt Familien- und Jugendsoziologie), Goethe-Universität Frankfurt
20.30 Uhr: Abschlussvortrag „Freiheit verteidigen“

Ralf Fücks, Heinrich Böll Stiftung, Berlin