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25 Jahre Frankfurter Psychoanalytische Freitagsrunde

Montag, 5. September 2016
News 25 Jahre Frankfurter Psychoanalytische Freitagsrunde

„Das war interessant, können Sie so etwas nicht öfter machen?“

Eine Frankfurter Ärztin war es, die 1990, nach einem Vortrag von Prof. Peter Kutter im Rahmen der „Freitagabendgespräche in der VHS“, indirekt den Anstoß zu dieser Reihe gab, indem sie sagte. „Das war interessant, können Sie so etwas nicht öfter machen?“

Der Kelkheimer Psychologe und Politologe Dr. Udo Künzel griff die Anregung auf und rief die „Frankfurter Psychoanalytische Freitagsrunde“ ins Leben. Sie begann am 25. Oktober 1991 mit einem Vortrag des Hallenser Chefarztes Hans-Joachim Maaz („Der Gefühlsstau“) u.a. zur Psychoanalyse-Rezeption in der ehemaligen DDR.

Die Reihe umfasst zwölf bis vierzehn Vorträge im Jahr. Als einzige Veranstaltung einer Volkshochschule im Bundesgebiet, ist sie von der Psychotherapeuten- und Ärztekammer mit Fortbildungspunkten akkreditiert.

Bisher haben sich dreihundert Vortragende für die Reihe zur Verfügung gestellt, darunter, um nur wenige zu nennen, Thure von Uexküll, Margarete Mitscherlich, Raymond Battegay und Werner Bohleber. Dabei sind alle Referentinnen und Referenten immer dem Grundsatz verpflichtet geblieben, die unterschiedlichen Themen und Aspekte der Psychoanalyse so zu präsentieren, dass sowohl ein breites, an psychologischen Themen interessiertes, als auch ein Fachpublikum davon einen Gewinn hat. Die offenen Diskussionsrunden in angenehmer und entspannter Atmosphäre während der Vorträge und im Anschluss daran beweisen, dass dies gelingt.

Besprochen wird Psychoanalyse sowohl in Verbindung mit grundlegenden Themen wie Trieb, Vater, Mutter, Adoleszenz, Bindung, Gegenübertragung, Trauma, Selbstpsychologie als auch im Kontext spezieller Aspekten wie Ästhetische Medizin, Dissozialität, Gewalttätiger Rechtsextremismus, Justiz, Interkulturelle Psychotherapie und Neurowissenschaften. Alle fünf Jahre wird eine Themenreihe den „Neueren Entwicklungen in der Psychoanalyse“ gewidmet.

Jubiläumsfeier am 4. November 2016

Gefeiert werden 25 Jahre psychoanalytische Freitagsrunde im Herbst 2016 im Rahmen der aktuellen Themenreihe „Neuere Entwicklungen in der Psychoanalyse V“. Die Festrede zum Thema „Grenzen – Psychoanalytische Überlegungen zu Abschottung, Spaltung und Durchlässigkeit“ hält Prof. Dr. med. Martin Teising, Präsident der International Psychoanalytic University, Berlin, und Mitglied im Vorstand der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung, am 4. November 2016 um 19 Uhr. Bereits ab 18 Uhr sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Brezeln und Apfelwein eingeladen.

Themenreihe zum 25jährigen Jubiläum: Neuere Entwicklungen in der Psychoanalyse V

mit Dr. Dipl. Psych. Udo Künzel (Gruppenanalytiker, Altausee) und Referent/innen
Ort: VHS Frankfurt a.M., Sonnemannstr. 13

  • Fr, 16. Sep. 2016, 19.45 – 22.00 Uhr
    Mikroprozesse in der Übertragungs- und Gegenübertragungsdynamik aus intersubjektiv-postkleinianischer Sicht
    mit Dipl.-Psych. Delaram Habibi-Kohlen, Bergisch-Gladbach 
  • Fr, 07. Okt. 2016, 19.45 – 22.00 Uhr
    Warum wir lachen. Von dem ersten Lächeln des Säuglings bis hin zu den Mohamed-Karrikaturen und Charlie Hebdo. Psychoanalytische, politische und kulturwissenschaftliche Aspekte
    mit Prof. Dr. rer. soc. Dipl.-Psych. Hans-Jürgen Wirth, Gießen
  • Fr, 04. Nov. 2016, ab 18.00 Uhr
    25 Jahre Psychoanalytische Freitagsrunde 
    Festvortrag: Grenzen – Psychoanalytische Überlegungen zu Abschottung, Spaltung und Durchlässigkeit
    mit Prof. Dr. med. Martin Teising, Berlin
  • Fr, 11. Nov. 2016, 19.45 – 22.00 Uhr
    Das „Trauma redivivum“ oder der Glaubenskrieg um die psychoanalytische Urknalltheorie (d.h. Verführungstheorie vs. Ödipuskomplex)
    mit Dipl.-Psych. Sebastian Krutzenbichler, Bad Berleburg
  • Fr, 18. Nov. 2016, 19.45 – 22.00 Uhr
    Zur Psychoanalyse der Vater-Sohn-Beziehung 
    mit Dr. med. Alexander Cherdron, Wiesbaden
  • Fr, 02. Dez. 2016, 19.45 – 22.00 Uhr
    Zur multizentrischen Studie „Langzeittherapie bei chronischen Depressionen“ (LAC)
    mit Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber, Frankfurt am Main
  • Fr, 09. Dez. 2016, 19.45 – 22.00 Uhr
    Psychoanalyse und Intersubjektivität – ein Paradigma im Prisma theoretischer Perspektive: Das Konzept der Intersubjektivität und sein Platz in der Psychoanalyse 
    mit Dr. phil. Werner Bohleber, Frankfurt am Main