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Aktuelles

25 Jahre Africa Alive

Montag, 14. Januar 2019
News 25 Jahre Africa Alive

31. Januar bis 16. Februar 2019
Begleitende Filmveranstaltungen im Filmforum Höchst

In diesem Jahr feiert das Film- und Kulturfestival Africa Alive sein 25. Jubiläum. In den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten hat das Festival afrikanische Geschichte und Gegenwart, Kultur und Politik vermittelt. Mit zahlreichen Filmen stand vor allem die Filmkultur im Mittelpunkt.

Viele Filmschaffende kamen nach Frankfurt und präsentierten ihre Werke: die großen Klassiker von Ousmane Sémbène, Med Hondo, Souleymane Cissé, Safi Faye, aber auch junge Filmemacher/-innen, die wie Abderrahmane Sissako am Anfang von großen Karrieren standen, als sie nach Frankfurt kamen. Lesungen, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen und Konzerte ergänzten das Filmprogramm. Von Anfang an bezogen die Künstler/-innen und das Festival selbst klare Positionen zu gesellschaftlichen Themen.

Das Festival-Programm 2019 im Filmforum Höchst

Die Retrospektive: Jean-Pierre Bekolo

In diesem Jahr wird Regisseur Jean-Pierre Bekolo, einer der zurzeit interessantesten afrikanischen Filmemacher, mit einer Retrospektive vorgestellt. Er widersetzte sich den eng gesteckten Erwartungen an afrikanisches Kino, mixte die Genres und verknüpfte Pop mit Politik. Bekolo lehrt er an der University of North Carolina, Chapel Hill und an der Duke University. In seinen letzten Filmen stellt er das philosophische und geisteswissenschaftliche Denken Afrikas in den Mittelpunkt. Jean-Pierre Bekolo wird im Filmforum anlässlich der Präsentation seines Films „Le Président“ am 4. Februar zu Gast sein.

Neue Produktionen

Wie immer werden auch neue Produktionen aus Afrika präsentiert, so zeigen wir Filme von „alten Bekannten“ wie z.B. Mahamat-Saleh Haroun, dessen neuester Film „Une Saison en France“ in Frankreich spielt und einen ganz besonderen Blick auf das Thema Migration und Flucht wirft. Aber auch die Werke junger Filmemacher/-innen sind zu sehen, wie unseren Eröffnungsfilm „Rafiki“ von Wanuri Kahiu, ein mutiger und mitreißender kenianischer Beitrag zu den Themen Emanzipation junger Frauen und gleichgeschlechtliche Liebe.

In Zusammenarbeit mit der „ASW-Regionalgruppe Frankfurt und „fern: welt:nah“ wird in Anwesenheit des Regisseurs Christian Gropper der Dokumentarfilm „Die letzte Kolonie – Das vergessene Volk der Westsahara“ vorgestellt, der die Situation der Sahrauis aufzeigt.

Neu restaurierte Klassiker des afrikanischen Films

In der Reihe restaurierter Filme kommen einige Klassiker des afrikanischen Kinos zur Aufführung, so auch Ousmane Sembènes „Borom Sarret“, der erste von einem Afrikaner auf afrikanischem Boden gedrehte Film. An den am 18. Januar 2018 überraschend in Burkina Faso verstorben Idrissa Ouedragogo wird mit der Aufführung seines großen Erfolgs „Yaaba“ erinnert.

Alle Filme im Filmforum Höchst auf einen Blick

Kinoadresse: Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Straße 46a, 65929 Frankfurt Höchst

Do 31.01.

19.30 Uhr Rafiki (OmU), Wanuri Kahiu, Kenia 2018, 82 min.

Fr 01.02.

18.30 Uhr Borom Sarret (ohne Dialog), Ousmane Sembène, Senegal 1963, 18 min.; La Noire de … (OmeU), Ousmane Sembène, FR, Senegal 1966, 65 min.
20.30 Uhr Ouaga Girls (OmeU), Theresa Traore Dahlberg, Schweden/Burkina Faso 2018, 83 min.

Sa 02.02.

16.30 Uhr Afrique, la pensée en mouvement – Part I, Jean-Pierre Bekolo, Senegal 2017, 104 min.
18.30 Uhr Kinshasa Makambo (OmeU), Dieudo Hamadi, DR Kongo/FR/CH/D/Nor/Katar 2018, 75 min.
20.30 Uhr Hyènes (OmU), Djibril Diop Mambéty, Senegal 1995, 113 min.; Vorfilm: La grammaire de grand mère – Djibril Diop Mambety, Jean-Pierre Bekolo, FR, 8 min.

So 03.02.

15.00 Uhr Kinderfilm: Yaaba, Idrissa Ouedraogo, Burkina Faso/FR/CH 1989, 90 min., ab 10 J.
18.30 Uhr Die letzte Kolonie – Das vergessene Volk der Westsahara, Christian Gropper, D 2015, 60 min. (DF/teilweise OmU); Anschl. Diskussion mit Christian Gropper
20.30 Uhr Maki´la (OmeU), Machérie Ekwa Bahango, DR Kongo 2018, 78 min.

Mo 04.02.

18.30 Uhr Les Saignantes (OmeU), Jean-Pierre Bekolo, Senegal 2005, 92 min.
20.30 Uhr Le Président (OmU), Jean-Pierre Bekolo, Kamerun/D 2013, 63 min.; In Anwesenheit von Jean-Pierre Bekolo

Di 05.02.

18.30 Uhr Fad Jal (OmeU), Safi Faye, Senegal 1979, 90 min,
20.30 Uhr Weldi – Lieber Sohn (OmeU), Mohamed Ben Attia, Tunesien 2018, 194 min.

Mi 06.02.

19.00 Uhr Le complot d´Aristote (OmeU), Jean-Pierre Bekolo, FR/Zimbabwe 1996, 72 min.
20.30 Uhr Une Saison en France (OmU), Mahamat-Saleh Haroun, FR 2017, 100 min.

Informationen zum Filmprogramm im Filmforum Höchst finden Sie unter www.filmforum-höchst.de
Weitere Filme sind im Deutschen Filmmuseum zu sehen, Informationen zum gesamten Festival-Programm unter www.africa-alive-festival.de

Foto: Ouga Girls

Über das Festival

Das Africa Alive Film- und Kulturfestival entstand 1994, um dem negativen Image Afrikas ein realistischeres Bild entgegenzusetzen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten bietet das Festival afrikanischen Filmschaffenden, Künstlern und Künstlerinnen die Möglichkeit, sich und ihre Werke in Frankfurt zu präsentieren. Zugleich soll Africa Alive ein Forum für einen kulturellen und politischen Meinungsaustausch zwischen Europäern und Afrikanern sein und zur Schaffung von Toleranz und Empathie in der Gesellschaft beitragen, was in der momentanen Situation wichtiger ist denn je.

Africa Alive ist eine Kooperation verschiedener Frankfurter Kultureinrichtungen mit afrikanischen Vereinen aus Frankfurt. Veranstalter sind Africa Alive Team, Filmforum Höchst der VHS Frankfurt, Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Afrika Foundation e.V., Afroton Kulturprojekte und Dialog International e.V.

Gefördert wird Africa Alive von der HessenFilm und Medien GmbH. Africa Alive ist Mitglied des Hessischen Filmfestivalverbundes.